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Freitag, 17. Februar, 2012

Das war der Teddy Award 2012 – Die Gewinner


Der 26. TEDDY AWARD ist eine Produktion der cine plus Media Service GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem Teddy e. V. und mit freundlicher Unterstützung der Internationalen Filmfestspiele Berlin/KBB.
Teddy 201217.02.2012 | Die neun Mitglieder der internationalen Jury – Organisatoren queerer und anderer Filmfestivals – sichten Filme aus allen Sektionen der Berlinale mit queerem Kontext. In jeder Kategorie werden drei Filme nominiert und je einer gewinnt den TEDDY AWARD für den besten Spielfilm, den besten Dokumentarfilm/Essay und den besten Kurzfilm.





Mitglieder der Jury:
Alessandro Rais Sicilia Queer Filmfest
Bilge Tas Pink Life QueerFest in Ankara
Joako Ezpeleta FIRE! International LGBT Film Mostra of Barcelona
João Federici Director Mix Brasil Film Festival of Sexual Diversity
Magali Simard Toronto International Film Festival and TIFF Bell Lightbox
Monika Visniarova Slovak Queer Film Festival and Prague International Film Festival Febiofest
Nhlanhla Ndaba Out in Africa/South African Gay & Lesbian Film Festival
Shannon Kelley Head of Public Programs for UCLA Film & Television Archive
Yang Yang Beijing Queer Film Festival

Die TEDDY Jury nominierte die folgenden Filme für den besten Spielfilm:
Keep The Lights On - Ira Sachs
Una Nocha - Lucy Mulloy
Joven & Alocada - Marialy Rivas
The TEDDY for the Best Feature Film geht an
Keep The Lights On - Ira Sachs

Jury Statement:
Dieser Film zeichnet ein intimes Portrait der Schwierigkeiten beim Aufbauen liebevoller, unterstützender und ehrlicher Beziehungen. Präzise wird dabei die Waage gehalten zwischen genauer Beobachtung und kinematographischer Glanzleistung, so dass der Film universelle Themen mit einer einzigartigen visuellen Bandbreite zum Leben erweckt.

Die TEDDY Jury nominierte die folgenden Filme für den besten Dokumentarfilm:
Call Me Kuchu - Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright
Unter Männern - Schwul in der DDR - Markus Stein, Ringo Rösener
Olhe Pra Mim De Novo - Kiko Goifman, Claudia Priscilla

The TEDDY for the Best Documentary Film geht an
Call Me Kuchu - Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright

Jury Statement:
Die Jury ehrt diese wichtige Geschichte, die intelligent und pointiert umrissen wird und das Leben und mutige Beispiel eines alltäglichen Helden würdigt und zugleich schockierende Menschenrechtsverletzungen offenlegt. Die Botschaft der Dokumentation wird global aufgenommen und als ein Aufruf zum Handeln verstanden.

Die TEDDY Jury nominierte die folgenden Filme für den besten Kurzfilm:
Loxoro – Claudia Llosa
La Santa – Mauricio López Fernández
The Wilding – Grant Scicluna

The TEDDY for the Best Short Film geht an
Loxoro – Claudia Llosa

Jury Statement:
Die Jury war beeindruckt von der meisterhaften Art, in der der Film das Leben einer kaum beschriebenen Gemeinde beleuchtet und ehrt, dabei evoziert er eine Reibung und doch auch eine Menschlichkeit, die selten derart vollendet realisiert wird im Kurzfilm.

Die TEDDY Jury vergibt den Special Jury Award an
Jaurès - Vincent Dieutre

Auf formaler und narrativer Ebene herausragend zeigt der Film den menschlichen Impuls, das Persönliche und Emotionale mit dem Politischen abzugleichen. Die Jury ehrt einen außergewöhnlichen Essay-Film voller Tiefgang und Schönheit.

In diesem Jahr vergibt der TEDDY e.V. einen SPECIAL TEDDY AWARD an:
Mario Montez

Pate aller Superstars und deren Blueprint zugleich: schon mit seinen ersten Auftritten in den Filmen von USunderground-icon Jack Smith in den frühen 60er Jahren setzt Mario Montez die Fantasie von Zuschauern und zukünftigen Regisseuren wie Andy Warhol oder Ron Rice gleichermaßen frei. Auch in legendären Theaterereignissen von Ronald Tavel oder Charles Ludlam hinterließ Mario Montez einen prägenden Eindruck: sein Spiel mit der Identität, die überhöhung des konservativen Geschlechterrollendiktats erzeugten das Bild einer befreiendvielgeschlechtlichen Diva. Spätestens seit seinen Auftritten in den frisch restaurierten Jack Smith Filmen im Panorama Mitte der 90er Jahre und in der umfassenden Jack Smith Werkschau 2009 im Arsenal hat Mario Montez auch das Berliner Publikum zurückerobert.
und an Ulrike Ottinger

Bereits mit ihren frühen Filmen der 70er Jahre war Ulrike Ottinger zu einer kulturell und emanzipatorisch inspirierenden Ikone der deutschen Filmlandschaft geworden. Laokoon und Söhne, die Betörung der blauen Matrosen und Madame X nahmen gesellschaftliche und ästhetische Entwicklungen vorweg und waren stilistische Wegbereiter einer sich erst entwickelnden Punk-Kultur: Werke einer wahren Avantgardistin. In den 80ern formulierten ihre Filme einen wesentlichen Teil des West-Berliner Filmkunst-Verständnisses. Den herkömmlichen Erscheinungsformen des Menschen fügten Ulrike Ottingers Filme eine Vielzahl von Facetten hinzu, die die Dualismen wie Mann-Frau oder Schwarz-Weiss armselig erscheinen ließen und einer Diversität Raum gaben, die heute zu den prägenden Eigenschaften Berliner Kultur geworden ist.


Quelle: http://news.teddyaward.tv

Picture: © Cabine







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